08.05.2016 - Jugend-Kart-Slalom in Kitzingen




 

Das gabs noch nie: Die Kitzinger holten alle Klassensiege und dominierten auch die Mannschaftswertung.

Wenn ein Verein ein Rennen im unterfränkischen Jugend-Kart-Slalom-Pokal ausrichtet, schneiden seine Fahrer gewöhnlich besser ab als sonst. Denn die Gastgeber stecken den Parcours und haben dadurch den Vorteil, Kurven und Kurs vorher üben zu können. Doch was unsere Riege vergangenen Sonntag auf dem Parkplatz der Sportanlage im Sickergrund auf dem Asphalt zeigte, geht als Novum in die Vereinsgeschichte ein. Unsere Jungs holten sich alle fünf Klassensiege und die zwei Teams sicherten sich zusätzlich die Plätze eins und zwei in der Mannschaftswertung.

Dass Finn Ganzinger die Klasse 1 gewinnen würde, durfte erwartet werden, denn der Neunjährige aus Heidenfeld ist heuer bislang nicht zu schlagen. Im Sickergrund fuhr er bei seinem vierten Rennen den vierten Sieg heraus und siegte mit Riesenvorsprung. Julian Friemelt wird heuer erst acht Jahre alt und ist damit das Küken beim AMC. Er darf erst seit diesem Jahr fahren, zeigte schon gute Ansätze und schaffte beim Heimrennen als Dritter erstmals den Sprung aufs Siegerpodest. Meo Winter verdiente sich in der Klasse 2 seinen ersten Klassensieg überhaupt. Der zehnjährige Mainbernheimer schuf sich die Basis im ersten Lauf und kam fehlerfrei zum Erfolg. Ebenfalls als einziger Kitzinger in seiner Klasse 3 machte es ihm Kevin Friemelt nach. Ihm gelang als erster am Sonntag eine 35er-Zeit und er wiederholte seinen Vorjahressieg im Sickergrund, was seinen Trainer Stefan Müller nach den Trainingsleitungen nicht überraschte. In dieser Klasse war mit dem für den OC Würzburg startenden Dominik Jung ein weiterer Kitzinger dabei, der auf Platz elf kam.

Eine Bank beim AMC ist auch Maximilian-Wolf Thüring. Er legte in der Klasse 4 furios los und schockte seine Konkurrenten mit der Traumzeit von 34,50 Sekunden, womit er die Bestzeit unter allen 101 Teilnehmern in den Asphalt brannte. Er fuhr seinen Sieg fehlerlos nach Hause, landete neben zweiten Plätzen seinen dritten Saisonsieg und liegt jetzt im Unterfranken-Gesamtklassement vorne. Im Sog der Kitzinger Erfolgswelle schwamm der Iphöfer Marcel Rüttinger mit, der als Dritter mit aufs Siegerpodest durfte. Etwas Pech hatte derweil Christian Kahl, der zwei prima Zeiten hinlegte. Doch statt auf Platz drei zu landen, warf ein Pylonenfehler den Nenzenheimer auf Rang neun zurück. Den totalen Triumph machte Marco Müller in der Klasse 5  perfekt. Untern den Ältesten im Jugend-Kart-Slalom muss sich der Iphöfer heuer sehr starker Konkurrenz erwehren. „Da fahren alle Guten, die nach bis zu zehn Jahren Kartfahren noch dabei sind“, bemerkte sein Vater und Trainer Stefan Müller. Nach Lauf eins lag Florian Naser vom OC Würzburg auf Siegkurs. Marco Müller stand nun vor der Frage, sollte er sich mit einem Medaillenrang begnügen und keine Meisterschaftspunkte aufs Spiel setzen, oder sollte das Risiko eingehen auf Sieg zu fahren und möglicherweise zu hoch zu pokern? – er entschied sich für Variante zwei. „Der Marco wollte unbedingt auch gewinnen und nicht aus der Reihe tanzen“, verriet Stefan Müller hinterher. Sein Filius machte einen Superjob indem er volles Risiko ging, sich um drei Zehntelsekunden verbesserte, mit seinem Husarenritt ohne Fehler durchkam und die Konkurrenz wie Florian Naser oder den Hammelburger Leon Zwickl düpierte. Unter den 16 Startern der Ältesten schlug sich Louisa Rüttinger prima, denn sie hatte auf Platz elf in der Gesamtzeit nur eine Sekunde Rückstand auf die Spitze, behauptete sich als schnellste junge Dame und ließ auch mehrere Jungs hinter sich.

Zu den Erfolgen lachte auch die Sonne beim AMC-Rennen, Streckensprecher Rainer Gutzeit hatte seine Freude dabei, die Siege zu verkünden und alle Helfer um den AMC-Vorsitzenden Walter Loschky sahen sich für ihr Mittun belohnt. Die Eltern und Zuschauer sahen einen spannenden und unfallfreien Rennverlauf – abgesehen von manchen Drehern auf der schwierigen Strecke. Da am Sonntag Muttertag war, hatte sich der AMC noch eine schöne Geste einfallen lassen, in dem die Gastgeber jede Mutter der Jugendlichen Motorsportler mit einem Präsent beschenkten.