AMC Kitzingen besucht ein technisches Museum der besonderen Art

Hans Rainer Kienberger aus Laub, auch „Oldtimerpapst des AMC“ genannt, veranstaltet jedes Jahr einen Busausflug, bei dem die Mitglieder sowohl in technischer wie auch kultureller Sicht etwas geboten bekommen. Ziel war diesmal das Technikmuseum in Nantenbach bei Lohr.
Karl Zimmermann, ein ehemaliger Kitzinger und einigen älteren AMC lern noch wohl bekannt, hat hier eine der skurrilsten technischen Sammlungen zusammengetragen. Der mittlerweile fast 75-jährige ist absolut süchtig. Er sammelt seit über 60 Jahren mit Leidenschaft und Hingabe alles, was mit Technik zu tun hat. Von der riesigen Dampfmaschine  mit einem fünf Meter großen Schwungrad, das einst in einem Furnierwerk in Gemünden seinen Dienst tat bis hin zum kleinsten Radio der Welt, vom Düsentriebwerk eines Jagdbombers bis zum Kleinschnittger- Aluminiumauto ohne Rückwärtsgang, vom ersten motorisierten Krankenfahrstuhl bis zur historischen Kaffeemaschine.  Besonders toll fanden die Besucher eine kleine ursprüngliche Scheune mit Fahrrad, Goggomobil, Motorrad und entsprechenden Utensilien inmitten von Strohballen.                                       

Schwerpunkt sind alte Zweiräder mit und ohne Motor, teilweise top restauriert, teilweise aber auch noch im Originalzustand. Karl Zimmermann weiß zu jedem Exponat eine Geschichte und man merkt ihm an, mit wieviel Herzblut er bei der Sache ist. Hier fand er in Norbert Gonschorek, dem Besitzer des Fahrradmuseums Hüttenheim den richtigen Ansprechpartner, der gerne einige Exponate in sein Museum integriert hätte.

Aber auch einige alte Geschichten aus der Zeit, in der er noch in Kitzingen lebte, wurden wieder hervorgeholt und Erinnerungen aufgefrischt. Wie er beispielsweise mit 15 Jahren ein repariertes Motorrad gegen einen Viertaktmotor tauschte, ihn auf ein Paddelboot baute und per Keilriemen einen Antrieb zur Schraube konstruierte, um auf dem Main spazieren zu fahren. Die rund 50 AMC-Mitglieder waren begeistert und manch einer hat versprochen, wieder einmal vorbeizuschauen.

Der weitere Schwerpunkt nach dem Mittagessen in Jossa bei Rieneck war das Schloss Aschach bei Bad Bocklet, denn die Kultur sollte auch im Hinblick auf die mitgereisten Frauen  nicht zu kurz kommen. Man konzentrierte sich auf das Graf-Luxburg-Museum, das sich im Großen Schloss befindet. Dort sind die Wohnräume der letzten Schlossbesitzer im Stil der Gründerzeit wunderbar erhalten, teilweise noch im Originalzustand. Hervorstechend hier die bedeutende Sammlung ostasiatischer Kunst .

Nach Kaffee und Kuchen auf der mittlerweile sonnenüberfluteten Terrasse im romantischen Ambiente der Schlossanlage wurde die Heimfahrt angetreten zur  Eherieder Mühle, wo man den Tag ausklingen ließ. Walter Loschky, Vorstand des AMC-Kitzingen bedankte sich bei Hans Rainer Kienberger für die tolle Ausfahrt und bei unserem ehrenamtlichen Busfahrer Edgar Hüller mit einem Weinpräsent.