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Vorinformation zur Main-Motor-Classics 2018

Am 10. Juni ist es wieder soweit. Der Automobilclub Kitzingen startet sein Oldtimerevent Main-Motor-Classics auf dem wunderschönen

Gartenschaugelände am Main.

Als man sich im Verein vor zwei Jahren entschloss, anstelle der Kesselring – Oldtimerrallye, die 30 Jahre lang für die Fans klassischer

Motorräder und Autos schlechthin die Veranstaltung in Unterfranken war, durch ein neues Konzept zu ersetzen, wurde daraus Main-Motor-Classics.

Eine Vielzahl ausgewählter Automobile der fünf führenden Automobilnationen konnten am Main bewundert werden. Das jeweils schönste

Fahrzeug eines Landes wurde von einer Jury ausgewählt und die Besitzer konnten am Ende einen Pokal entgegennehmen. Die Resonanz bei der Bevölkerung wie auch in der Oldtimerszene in Franken war riesig und der AMC bekam viel Lob und für weitere Veranstaltungen grünes Licht von der Stadt Kitzingen. Leider stand Lotto Bayern, der Hauptsponsor des ersten Events nicht mehr zur Verfügung und so mussten neben Eckhard Himmel von der Brauerei Kesselring neue Unterstützer gefunden werden. Der Automobilclub Kitzingen fand sie bei Ulrich Wachter von der gleichnamigen Metzgerei, bei Christoph Braterschofsky von BMW Tief-Dörfler, bei Dieter Kleine von der Firma GOK, bei Karl-Heinz Hinkelmann von der Fritsch Vertriebs GmbH sowie bei der LKW Kitzingen.

Rainer Gutzeit vom AMC ist glücklich darüber, auch am 10. Juni wieder auf die Unterstützung dieser Sponsoren zurückgreifen zu können, um

dieses Event zu organisieren und damit auch den Veranstaltungsreigen in Kitzingen zu bereichern. Das Besondere ist laut Rainer Gutzeit die automobile Vielfalt. Es ist kein Treffen wie das vom AMC organisierte in der Eherieder Mühle im Juli, sondern die rund 200 Fahrzeuge werden gezielt ausgesucht und zu dieser Veranstaltung eingeladen. Kein Modell steht doppelt im Gartenschaugelände. Wieder gibt es eine Prämierung der schönsten Fahrzeuge und diesmal auch eine Kostümprämierung der schönsten Fahrzeugbesatzung. Für Musik und Unterhaltung sind Daniel Pesch, ehemals Radio Charivari sowie Joop van Zadelhoff auf der Bühne verantwortlich, die nicht nur zu jedem Land und zu jedem Baujahr der Fahrzeuge die entsprechende Musik bereithalten, sondern auch Musikwünsche gegen eine kleine Spende spielen

werden. Diese soll diesmal einem sozialen Bereich in Kitzingen zufließen. Das THW wird vom Stadtbalkon aus Bootsfahrten auf dem Main anbieten. Walter Vierrether mit seinen Weinhoheiten sowie die Häckerbühne mit ihren wunderschönen Kostümen werden die Veranstaltung bereichern und für nostalgisches Flair sorgen. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt, entsprechend geordnet nach Ländern werden nicht nur die Autos platziert, sondern auch Speisen und Getränke.

Als Besonderheit möchte man vom AMC diesmal der deutschen Automobilmarke Opel eine Sonderausstellung „Opel Fahrzeuge im Wandel der Zeit“ widmen. Hans-Rainer Kienberger, der AMC Oldtimerpapst aus Laub, seines Zeichens auch Spezialist für die Marke Opel, wird sich diesem Thema besonders annehmen und versuchen vom Opel Laubfrosch bis zum Calibra die Palette der Opel-Fahrzeuge zu organisieren.

 

Beginn der Veranstaltung ist am 10. Juni um 11:30 Uhr.

Für die ersten 100 Besucher, die mit dem Oldtimer anreisen, stehen Parkplätze auf dem Bleichwasen direkt neben dem Veranstaltungsgelände zur Verfügung. Die Prämierung der Fahrzeuge wird gegen 15:30 Uhr erfolgen.

 


Main - Motor - Classics 2018


So erreichen Sie das Gartenschau-Gelände:



Main - Motor - Classics 2017

Oldtimer und Sonne strahlen um die Wette

Bei der zweiten Auflage der Main-Motor-Classsics strahlten automobile Klassiker und ihre Besitzer mit der Sonne um die Wette.

 

Viele Oldtimer und ihre Besitzer strahlten am Sonntag bei der zweiten Auflage der Main-Motor-Classics des Automobilclubs (AMC) Kitzingen mit seinem Vorsitzenden Walter Loschky mit der Sonne um die Wette. „Schauen sie her, wir haben 200 Oldtimer und den ganzen Tag über sehr viele Besucher“, sagte Organisator Rainer Gutzeit beim Blick über das ehemalige Gartenschaugelände, doch zum Strahlen hatte er weder Zeit noch Muse. Denn der Repperndorfer wetzte wie ein Hamster in einem Spiel-Rad über den Bleichwasen und schwitzte unter seinem Sonnenhut weil er permanent unter Strom stand.

 

Freilich hätte man vermuten können, dass es für den stellvertretenden AMC-Vorsitzenden am Veranstaltungstag weniger stressig werden

würde, da er diesmal von den Moderationsaufgaben befreit war. Denn auf der Veranstaltungsbühne fungierten Joop van Zadelhoff von Radio Charivari als DJ und dessen Kollege Daniel Pesch als Moderator. Dennoch war Gutzeit als Tausendsassa im Dauereinsatz, nachdem er schon vorher wochen- und monatelang Organisationsarbeit geleistet hatte. Davon profitierten die Hauptdarsteller der Main-Motor-Classics, die viel beäugten Oldtimer und ihre stolzen Besitzer. Aus dem Reigen der rund 200 „Schnauferli“ hob sich vom Alter der Ford T von Manfred Schauer aus Sächsenheim im Ochensenfurter Gau ab. Denn sein betagtes Gefährt mit 19 PS aus dem Baujahr 1923 war das mit Abstande älteste Vehikel des Tages. In einer ganz anderen Hinsicht scherte das US-amerikanische Fahrzeug eines DeLorean-Flügeltürers aus der Reihe. Denn dieses automobile Unikat wurde aus Edelstahl gefertigt und offenbarte eine entsprechend abgehakte Karosserie-Optik im Gegensatz zu den sehr geschwungenen Oldtimer-Karosserien. Die Gilde der aufgereihten Oldtimer ließen die Herzen der Liebhaber höher schlagen und bot eine Palette der Automobil-Geschichte. So stand eine BMW-Isetta aus der Goggomobil-Klasse in Sichtweite eines BMW M1, der in den 1980er-Jahren mit 250 Km/h Spitzengeschwindigkeit zur damaligen Zeit ein High-Tech-Renner war. Klassiker wie USA-Karossen von Cadillac oder Corvette, bildeten den Kontrast zum 190er-Mercedes aus den 1960er-Jahren, Porsches oder einem legendären NSU Prinz.

Oldtimer sind heutzutage nicht nur Liebhaberfahrzeuge, sondern für manche auch eine Wertanlage. Vom Wert her, stahl der Mercedes 380K des Haßfurters Rudi Hörr dem Rest der Mitbewerber der Schau. Denn der Dettelbacher Ernst Plannasch sprach von einem Millionenbetrag, mit dem diese Mercedes-Rarität gehandelt werde. Wie ein Wasserfall erzählte der Michelfelder Eugen Moser Geschichten über seinen Mercedes-Benz 280 SE und wie er seinen Chef und AMC-Unterstützer Eckhard Himmel einst chauffiert hatte. Der Mercedes aus den 1980er-Jahren hat erst 11 000 Fahrleistung und laut Moser „noch keinen Regen gesehen und noch Stuttgarter Luft im Ersatzrad“.

 

Die Jury mit Oldtimerpapst Hans-Rainer Kienberger, Klaus Liss und Claus Mannsbart bewertete die Wagen nach anderen Parametern als die

Besucher und sie kürten den Alfa Romeo Gulia als Kundenfahrzeug von Armin Kuhn Aus Ebrach-Eberau zum schönsten Fahrzeug aus Italien. Den Pokal des Sieger-Autos aus Frankreich überreichte Rainer Gutzeit an Joop van Zadelhoff für seinen Peugeot 540 Cabrio. Nur Experten wissen, dass es einst den Autohersteller Glas in Oberbayern gab. Mit einem Glas 1304TS gewann Constantin Meyer aus Nüdlingen die Kategorie der deutschen Karossen. Den Pokal für das interessanteste Auto aus England verdiente sich Georg Weikert aus Steppach mit seiner Alvis-Karosse. Das Gefährt streikte beim Anlassen zur Prämierung, doch dank schiebender Freunde konnte Weikert dann doch vorfahren. Das Siegerauto aus den USA, ein Buick Hardtop-Cabrio aus dem Jahr 1958, gehörte dem Würzburger Jochen Koberger.